Hundehaftpflicht

Hier können Sie Ihren persönlichen Vergleich der Hundehaftpflicht durchführen. Bei uns natürlich annonym und kostenlos.

Was leistet die Hundehaftpflichtversicherung ?

Bis zu den vertraglich genannten Höchstsummen (Deckungssummen) übernehmen die Haftpflichtversicherer die Schadenersatzleistungen bei:

  • Personenschäden (Verletzung, Tod)
  • Sachschäden (Beschädigung oder Zerstörung)
  • allen Vermögensschäden infolge Personen- oder Sachschäden (finanzielle Schäden als Folge eines Personen- oder Sachschadens)
  • reinen Vermögensschäden, allerdings mit vielen Ausnahmen und mit eingeschränkten Deckungssummen
    (reine finanzielle Schäden, ohne dass ein Personen- oder Sachschaden vorangegangen ist.
    Beispiel: Man hat ein anderes Fahrzeug zugeparkt. Dadurch verpasst der Geschädigte einen wichtigen Termin, wodurch ihm nachweislich ein großes Geschüft platzt).

Im Rahmen des Versicherungsvertrages übernimmt der Versicherer in der Hundehaftpflicht Versicherung folgende Aufgaben:

  • Prüfung der Eintrittspflicht
    Nach einem Schadenfall prüft der Versicherer natürlich auch im eigenen Interesse, ob der Kunde tatsächlich schadenersatzpflichtig ist.
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche
    Unberechtigte Ansprüche werden durch den Versicherer abgewehrt, wenn nötig auch vor Gericht. Anfallende Gerichts- und Anwaltskosten trägt die Versicherung.
  • Schadenersatzleistung berechtigter Ansprüche
    zum Beispiel: Verursachung eines Verkehrsunfalls durch den Hund, oder Hund beißt einen Menschen

Welche Versicherungssumme ist die richtige ?

Im BGB der Paragraphen 833 und 834 wird die Haftung des Tierhalters sowie des Tierhüters geregelt.

Da bei der Verletzung einer Person durchaus große Schadenersatzforderungen auf den Tierhalter bzw. Tierhüter zukommen können, sollte die Versicherungssumme der Tierhaftpflicht Versicherung nicht zu gering gewählt werden.

Wir empfehlen eine Mindestversicherungssumme von 3 Mio Euro für Personen- und Sachschäden.

Sie sollten jedoch in jedem Falle prüfen, ob die Versicherungssumme bei einem geringen Aufgeld (oftmals nur Cent) bei einem anderen Versicherer zu höheren Versicherungssummen möglich ist.

Unser Vergleich der Haftpflichtversicherungen hilft Ihnen bei dieser Entscheidung.

Wer ist in der Hundehaftpflichtversicherung versichert?

Die gesetzliche Haftpflicht

  • des Versicherungsnehmers als Halter der in der Police aufgeführten Tiere
  • eines nicht gewerbemäßig tätigen Tierhüters. (z.B. ein Bekannter der auf den Hund „aufpasst“, während Sie im Urlaub sind)

Wo gilt die Hundehaftpflichtversicherung ?

Geltungsbereich Deutschland

Der Vertragsschutz der Hundehaftpflicht gilt bei allen Versicherern im Inland.

Geltungsbereich Europa

Vorübergehende Auslandsaufenthalte im europäischen Ausland sind bis zu einem Jahr sind bei vielen Versicherern in der Hundehaftpflichtversicherung mit eingeschlossen.

Oftmals gilt der Versicherungsschutz hier bis zu einem 5jährigen Auslandsaufenthalt in einem europäischen Land.

Geltungsbereich weltweit

Weltweiter Versicherungsschutz wird nicht von allen Versicherern geboten. Wenn ja, dann ist dieser zeitlich oftmals eng begrenzt.

Wann ist der Versicherungsschutz Ihrer Hundehaftpflichtversicherung gefährdet ?

Nicht alles ist in einer Hundehaftpflicht Versicherung versichert. Hier einige wichtige Ausschlüsse:

1. Eigenschäden

wird der Tierhalter oder der Tierhüter – welcher vorrübergehend auf das Tier aufpasst – vom Hund gebissen, besteht kein Leistungsanspruch aus der Hundehaftpflicht-Versicherung.

2. Leinenzwang

Gilt beim Ausführen von Hunden entsprechender Leinen- oder gar Maulkorbzwang und wurde gegen diese Verordnung evtl. verstoßen, dann können die Versicherer vom Versicherungsschutz zurücktreten.

3. Falschangaben

bei falscher Angabe der Hunde-Rasse oder Anzahl der im Besitz befindlichen Hunde

Hinweis
Die meisten Versicherer schließen den Versicherungsschutz für sogenannte Kampfhunde generell aus. Deshalb informieren Sie sich genau, ob der jeweilige Versicherer auch Ihre Hunderasse versichert. Wir listen im Vergleich alle nicht gewünschten Hunderassen zu jedem Versicherer auf.

Was ist bei einem Hundehaftpflicht Schaden zu beachten ?

Es sind eine Reihe von Regeln zu beachten, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden:

  • Es muss alles getan werden, um das Ausmaß des Schadens zu begrenzen (sich z.B. um Verletzte kümmern und Notdienste alarmieren).
  • Der Schaden muss innerhalb einer Woche gemeldet werden (auch wenn noch keine Schadenersatzansprüche an Sie gestellt wurden). Schadenersatzansprüche müssen ebenfalls innerhalb einer Woche gemeldet werden.
  • Der Versicherer muss unverzüglich über alle juristischen Schritte, die die Gegenseite unternimmt, informiert werden (z.B. Einleitung eines Ermittlungsverfahrens, Erlass eines Strafbefehls …).
  • Ganz wichtig:
    Sie dürfen in der Hundehaftpflicht Versicherung einen Schadenersatzanspruch nicht ohne Rücksprache mit dem Versicherer anerkennen.
  • Kommt es zum Gerichtsprozess, ist der Strategie des vom Versicherer bestellten Anwaltes Folge zu leisten (auch der Anwalt ist über alle relevanten Sachverhalte zu informieren).
  • Sie müssen dem Versicherer genaue und wahrheitsgemäße Angaben über den Schaden liefern.
    Beachten Sie:
    Unwahre Angaben im Schadenformular können bei der Hundhaftpflichtversicherung zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Kündigung der Hundehaftpflicht Versicherung

Kündigung zum Vertragsablauf

Sie können jede Hundehaftpflicht mit einer Frist von 3 Monaten vor Vertragsablauf fristgerecht kündigen.

Beachten Sie jedoch:
Versicherungsverträge mit einer Laufzeit von 10 Jahren, welche nach dem 25.06.1994 abgeschlossen wurden, sind erstmals zum Ablauf des fünften Jahres kündbar mit einer Frist von 3 Monate kündbar.

Kündigung nach einem Schaden

Nach einem Schadenfall können Sie den Versicherungsvertrag innerhalb von einem Monat fristlos oder zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Da dem Versicherer die Prämie für das Versicherungsjahr zusteht, ist es besser immer zum nächsten Vertragsablauf zu kündigen.

Kündigung nach einer Prämienerhöhung

Erhöht der Versicherer auf Grund einer Prämienangleichung die Beiträge, ohne dass sich der Versicherungsumfang ändert, so kann der Versicherungsnehmer innerhalb 1 Monats nach Eingang der Mitteilung des Versicherers, den Vertrag mit sofortiger Wirkung, frühestens jedoch zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen. (Gilt für Vertragsabschlüsse nach Juni 1994)

abweichende Regelungen:
Bei Vertragsabschlüssen vor dem 01.01.1991 muss sich die Prämie um mindestens 10% bzw. in den letzten drei aufeinanderfolgenden Jahren insgesamt um mindestens 20% erhöht haben.
Bei Vertragsabschlüssen zwischen Januar 1991 und Juni 1994 muss sich die Prämie um mindestens 5% erhöhen.